Holocaust quantifiziert: 1/4 der Opfer in nur 3 Monaten getötet - Dezember 2022

Die Studie wurde am Mittwoch in Science Advances veröffentlicht. Lewi Stone, ein Biomathematiker an der Universität Tel Aviv, analysierte Eisenbahnaufzeichnungen über Massentransporte von Juden.

Adolf Hitler, Holocaust, Hitler, Holocaust-Überlebende, Holocaust-Tod, Holocaust-Judentod, Weltnachrichten, indischer ExpressWährend der Operation Reinhard im Jahr 1942 besteigen jüdische Familien einen Zug zum Lager Treblinka. (Public Domain Foto über Wikipedia)

Schätzungen zufolge wurden zwischen 5,4 Millionen und 5,8 Millionen Juden während des Holocaust von den Nazis ermordet, die meisten davon zwischen 1941 und 1945. Eine neue Studie ergab, dass fast ein Viertel von ihnen, 1,47 Millionen, in einer einzigen, extremen Phase getötet wurden von 100 Tagen, davon 1,32 Millionen (78%) in den 92 Tagen von August bis Oktober 1942 – oder 15.000 Morde pro Tag, doppelt so viel wie beim Völkermord in Ruanda 1994.




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Die Studie wurde am Mittwoch in Science Advances veröffentlicht. Lewi Stone, ein Biomathematiker an der Universität Tel Aviv, analysierte Eisenbahnaufzeichnungen über Massentransporte von Juden. Er ordnet diese hyperintense Mordrate während der Operation Reinhard (1942-1943) an, die als die größte Einzelmordkampagne bekannt ist – etwa 1,7 Millionen Juden aus Polen wurden getötet, hauptsächlich in den Todeslagern Belzec, Sobibór und Treblinka.

Bisher nicht erforscht war jedoch, ob die Opfer im Laufe der Zeit einheitlich ermordet wurden oder ob es bestimmte Phasen umfassender Tötung gab. Da detaillierte Aufzeichnungen von den Nazis vernichtet wurden, verließ sich Stone auf Aufzeichnungen der Deutschen Reichsbahn. Yitzhak Arad, ein israelischer Historiker, hat Daten zu 480 Zugdeportationen aus 393 polnischen Städten und Ghettos in die drei Todeslager zusammengestellt und die Zahl der Opfer pro Transport geschätzt. Anhand von Arads Daten schätzte Lewi Stone die Rate, mit der Juden während der Operation Reinhard getötet wurden.





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Faktencheck, Realität am Boden | Wie sich die Stimmanalyse von Lügendetektoren bei der Lügenerkennung unterscheidet



Am Mittwoch stellte das Forensic Science Laboratory (FSL) in Delhi ein mehrschichtiges Stimmanalysesystem (LVA) zur Lügenerkennung vor. Die vom Mossad beschaffte und auch vom FBI eingesetzte LVA will den Lügendetektortest, der seit den 1970er Jahren bei der Central FSL, ebenfalls in Delhi, eingesetzt wird, auslaufen lassen.

Ein Lügendetektortest misst Parameter wie Blutdruck, Puls, Atmung und Schweißdrüsenaktivität. Als Spiegelung des emotionalen Zustands werden diese verwendet, um abzuleiten, ob ein Verdächtiger lügt.



Ein LVA hingegen misst 14 Parameter, darunter emotionales Niveau, kognitives Niveau, Stress und Bereitschaft oder Angst, ein Thema zu diskutieren. Wenn die Person spricht und Luft aus der Lunge in die Stimmbänder gedrückt wird, verursacht dies laut FSL-Beamten Vibrationen bei bestimmten Frequenzen und erzeugt einen Ton, der von der Zunge weiter manipuliert wird. Eine LVA versucht, diese einzigartigen Muster zu analysieren, um eventuelle Täuschungen festzustellen.

Bei einem Lügendetektortest werden Röhrchen über Brust und Bauch gelegt und Metallplatten an den Fingern befestigt. In einer LVA reicht die Audioaufnahme: Ein Programm prüft, ob das Subjekt lügt.



Während FSL-Beamte behaupten, LVA habe eine höhere Genauigkeit, wurden oft Fragen zur Wirksamkeit beider Systeme aufgeworfen. In einem Artikel über den Lügendetektor aus dem Jahr 1985 betonten Wissenschaftler der Boston University, dass es per se kein Gerät wie einen Lügendetektor gibt. Ob eine Person kollektiv als wahrheitsgetreu oder täuschend eingestuft wird, hängt weitgehend von der Größe des Prüfers und einer Reihe von Merkmalen und Verhaltensweisen des Prüflings ab, schrieben sie. Auch ein Artikel aus dem Jahr 2009 im Journal of Forensic Science befasste sich mit LVA. Wie beim Lügendetektor ist anzumerken, dass einige vom LVA-System gemeldete Felderfolge (dh von Strafverfolgungsbehörden und Geheimdienstmitarbeitern) eher auf die Fähigkeiten des Vernehmers als auf die Gültigkeit der Systemausgabe zurückzuführen sind… — Anand Mohan J